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Mehr Toleranz auch gegenüber der katholischen Kirche

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Mehr To­le­ranz auch ge­genü­ber der ka­tho­li­schen Kir­che

 

Natürlich hat der Papst, von dem ich übrigens sehr wenig halte, er kann weder intellektuell noch charakterlich seinen Vorgängern das Wasser reichen, viele enttäuscht. Aber sein Schreiben Querida Amazonia“ ist nur konsequent. Wir kritisieren immer die katholische Kirche, haben jedoch kein Hintergrundwissen, um diese Kritik wirklich zu begründen. So wird kritisiert, dass es konservativ sei die Messe mit dem Rücken zur Gemeinde zu zelebrieren. Hierbei vergisst man, dass es beim Gottesdient um einen Dienst an Gott geht. Nicht wir sind der Mittelpunkt, sondern Gott. Also wäre es nichts anderes als richtig, dass der Priester ihn anschaut und nicht uns, wenigstens während der Eucharistiefeier. Die Predigt ist dann an uns gerichtet. Aber in unserem Modernisierungswahn vergessen wir oft, dass vieles althergebrachte schon seinen Sinn hat (nicht nur bei diesem Thema).

Ähnlich ist es mit der geweihten Jungfrau, die in die Hände des Diözesanbischofs öffentlich und für immer ein Leben im Stand der Jungfräulichkeit gelobt hat und der vom Bischof die Jungfrauenweihe (Consecratio virginum) gespendet wurde.

Die Heilige Agatha war so eine Jungfrau und sie hat ihre Jungfräulichkeit selbst unter der Marter verteidigt und ist für ihre Überzeugung gestorben. Die Enthaltsamkeit hat schon kurz nach Jesus Tod eine eminent wichtige Bedeutung bekommen und das kann man nicht einfach negieren.

 

Aber heute nehmen wir eine unnötige Erweiterung des Rassismus Artikel an und fühlen uns gut, merken jedoch nicht, dass wir nur tolerant sind, wenn es uns passt. Das Zölibat passt uns nicht, also wird es bekämpft. Wer dafür einsteht, wird ausgelacht und man hält ihn für krank. Unsere Toleranz ist scheinheilig und steht auf Treibsand, sie dient uns nur, wenn es uns passt. Mensch: Es ist nicht unser Bier zu entscheiden, welche Art zu leben richtig ist, das gilt nicht nur für Homosexuelle, sondern auch für zölibatär lebende. Die katholische Kirche wird nichts gewinnen, wenn sie das Zölibat aufhebt. Und wenn sie noch mehr Mitglieder verliert, ist das ihre Sache und geht uns eigentlich nichts an. Ich fühle mich in dieser Kirche trotz all ihren Mängel wohl. Wenn sie das Zölibat und die Diskriminierung der Frauen aufheben würde, würde sie zersplittern! Das ist ein Faktum, welches wir zu akzeptieren haben. Ich glaube übrigens nicht, dass sich viel ändern würde, wenn Frauen ordiniert werden und das Zölibat aufgehoben würde.  

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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50%
(6 Stimmen)
jan eberhart sagte February 2020

Die Wahl des ersten lateinamerikanischen Papstes hat gezeigt, wohin der Weg führt.

Die Ära, wo noch die Ariostokratie in Rom oder allgemein Italiener quasi Erbanspruch auf den Papsttitel hatten, sind vorbei.

Die sinkenden Mitgliederzahlen im neu-heidnischen Europa und die steigenden Zahlen in Lateinamerika oder Afrika machen klar, wer in Zukunft bestimmt, welche Musik gespielt wird.



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10%
(10 Stimmen)
Michel Ebinger sagte February 2020

Ich merke, die Mehrheit ist nicht fähig zu differenzieren und zwischen den Zeilen zu lesen, der Hass auf die katholische Kirche vernebelt das Denkvermögen


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67%
(9 Stimmen)
Elsi D. Stutz sagte February 2020

Ich sehe einen entscheidenden Unterschied zum Homogesetz.

Dieses​ fordert Toleranz gegenüber homosexuellen Menschen, die nun mal sind wie sie sind und deshalb nicht diskriminiert werden dürfen.

Das Zölibat verlangt indess, von kath. Pfaffern entgegen der eigene Natur zu leben, sprich den Sexualltrieb und jedes natürliche Bedürfniss nach Nähe zu unterbinden (unmenschlicher ginge es kaum noch).

Noch weiter voneinanderr entfernt könnten diese Beiden "Toleranzen" also kaum sein. Und all die von der kath. Kirche vertuschten Missbrauchsfälle, hängen doch direkt mit diesem Zölibat zusammen! Sollen wir da wirklich, weiterhin Toleranz walten lassen?! Sprich, weiter einfach nicht hinsehen und die heilige Kuh anbeeten?

Ich kann das mit meinem Glauben, längst nicht mehr vereinbahren und bin auch deshalb ausgetretten.





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70%
(10 Stimmen)
Herbert von Vaucanson sagte February 2020

Bei den ganzen Diskussionen rund um das Zölibat oder um die Zelebrationsrichtung handelt es sich um erster Linie um innerkirchliche Diskurse innerhalb der katholischen Kirche. Natürlich äussern sich dazu auch ganz "normale" Mitglieder der katholischen Kirche und vielleicht auch ein paar, die der katholischen Kirche nicht einmal (mehr) angehören. Wenn Sie nun aber fordern, der Standpunkt des Papstes dürfe nicht in Frage gestellt werden, ist das keine Forderung nach mehr Toleranz, sondern nach mehr Obrigkeitshörigkeit.


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58%
(12 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte February 2020

Wie kann man Toleranz für so eine intolerante Institution fordern..


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64%
(11 Stimmen)
Karlos Gutier sagte February 2020

Die kath. Kir4che hat vor etwa 1000 Jahren das Zölibat für ihre Priester erlassen, weil verheiratete Priester ihr Vermögen, Geld, Land usw. ihren Frauen vererbten, Natürlich sollte dies der Kirche zufallen daher dürfen Priester nicht mehr heiraten.


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60%
(15 Stimmen)
willi mosimann sagte February 2020

Die katholische Kirche ist doch irgendwann im Mittelalter stehen geblieben, das ist doch das Hauptproblem.
Wer sich nicht bewegt der wird bewegt, der Mitgliederschwund in der katholischen Kirche wird weiter zunehmen


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Antworten auf diesen Beitrag

23%
(13 Stimmen)
jan eberhart sagte February 2020

Ganz im Gegenteil: Wenn man nun jeden Modetrend mitmacht wird man erst recht überflüssig. Dazu ist Europa sowieso sehr stark säkularisiert, während andere Erdteile noch sehr reiligiöser sind und dort ist man sehr viel konservativer.

Die​ Zukunft liegt in Südamerika und Lateinamerika, nicht im immer mehr zum Altersheim umfunktionierten Europa.






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23%
(13 Stimmen)
Karlos Gutier sagte February 2020

Die Zukunft Europas wird sowieso muslemisch sein.


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60%
(10 Stimmen)
willi mosimann sagte February 2020

Herr Gutier, Fakten

Im Jahr 2050 werden in Europa markant mehr Muslime leben als heute, auch wenn sie auf den gesamten Kontinent gesehen klar in der Minderheit bleiben werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des amerikanischen Pew Research Center, das erstmals Projektionen auf der Basis der Bevölkerungszahlen von 2016 nach dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise anstellt. Demnach leben heute 25,8 Millionen Muslime in den 28 EU-Staaten sowie in der Schweiz und in Norwegen. Das macht 4,9 Prozent der europäischen Bevölkerung aus, die auf gut 520,8 Millionen beziffert wird.

Wenn sie knapp 5% als eine Gefahr sehen tun sie mir leid. Es ist echt mühsam wenn sich Personen in diesen Foren rumtreiben und irgendwelche unbelegte Posts schreiben. Einwenig sich vorher zu informieren würde helfen, statt plumpe SVP Parolen runterzubeten.


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33%
(9 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte February 2020

Ihr Anit SVP Parolen zeugen nun auch nicht von Fantasie..


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56%
(9 Stimmen)
willi mosimann sagte February 2020

@Willi Frischknecht
ist es nicht die SVP die immer mit diesen Themen die Leute einschüchtert und Desinformation betreibt?


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25%
(8 Stimmen)
jan eberhart sagte February 2020

Wer hat den vor kurzem Plakate eingesetzt, die vor Spekulanten warnen, die man stoppen müsse? Typischer Links-Populismus.

​Wer hat aus Ärger über den "Neoliberalismus" Blocher abgewählt, in der Hoffnung in der Zukunft ohne SVP aber mit einer CVP zu regieren, die devot einem linken Weg folgt?






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33%
(6 Stimmen)
willi mosimann sagte February 2020

Blocher wurde abgewählt weil er unfähig war im BR zu regieren.


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67%
(6 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte February 2020

willi mosimann

Sie glauben echt, die anderen Parteien inkl. der Bund betreiben eine unabhängige Informationskampagne?​​ Dann sind sie aber leichtgläubig.
Aber wo die SVP bei einer Diskussion übers Zölibat und katholischen Kirche einer Rolle spielt sehe ich nicht.


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50%
(4 Stimmen)
willi mosimann sagte February 2020

@Willi Frischknecht
Sie glauben echt, die SVP inkl. der Weltwoche, Teleblocher, Schweizerzeit betreibe eine unabhängige Informationskampagne?​ Dann sind sie aber sehr sehr leichtgläubig




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67%
(3 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte February 2020

Nein natürlich nicht oder habe ich das irgendwo behautet?
Ich kann zwischen den überspitzten Aussagen der Werbung (Politische und Wirtschaft ) und der Realität unterscheiden.
Meine Intelligenz reicht auch noch, um meine Informationen selber zu suchen um mir meine Meinung selber zu bilden.

Wobei nochmals, was hat ihre SVP Phobie mit dem Thema zu tun.


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33%
(3 Stimmen)
willi mosimann sagte February 2020

Herr Frischknecht, lesen sie mal alle Beiträge durch, dann finden sie es vielleicht heraus.
Auslöser ist der Beitrag von Karlos Gutier mit dem Titel
"Die Zukunft Europas wird sowieso muslemisch sein."

Nebenbei: Ich vertraue unserer Regierung sicher mehr zu als einem selbsternannten Retter der Schweiz.


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25%
(4 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte February 2020

Herr Mosimann. Natürlich habe ich es gelesen, die Anspielung auf die moslemische Zuwanderung ist aber keine Erfindung der SVP sondern kann man auch einfach in den Statistiken nachlesen. Wenn man sich dafür interessiert. Zumindest der Zusammenhang von katholischer Kirche und dem Muslimischen Glauben kann ich noch halbwegs nachvollziehen.

Sie vertrauen unserer Regierung und dass bei 25.6% SVP Wähleranteil und zwei SVP Bundesräten. dass hätte ich nun nicht gedacht, umso unverständlicher ist ihr SVP Bashing.




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50%
(4 Stimmen)
willi mosimann sagte February 2020

@Willi Frischknecht, wenn sie mal ihre SVP Brille ablegen, würden sie sehen das dies kein Bashing ist sondern eine ganz normale Kritik.

So viel zum Thema Regierung.

Die Regierung der Schweiz besteht aus den sieben Mitgliedern des Bundesrates. Die Bundespräsidentin oder der Bundespräsident ist jeweils für ein Jahr gewählt und gilt in dieser Zeit als «Primus inter pares», als Erster unter Gleichgestellten.

​Ihr SVP Wähleranteil spielt hier keine Rolle


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25%
(4 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte February 2020

Kritik ist immer dort angebracht wo Kritik auch zum Thema passt .
Wäre es Kritik, hätten sie Herr Gutier ihren Kommentar abgegeben ohne den letzten Satz.

Ach ja ich bin kein SVP Anhänger auch wenn ich in vielen politischen Themen übereinstimme.
Ihre SVP Brillen Unterstellung ist nichts doch wieder nichts anderes als blindes Bashing.
Also Sachlich ist was anderes...




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