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Wirtschaft > Geld- und Währungspolitik,

Negativzinsen

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„Das Zins­ni­veau wird wohl wei­ter­hin tief blei­ben. Die Na­tio­nal­ban­ken wer­den in der nächs­ten Re­zes­sion in ei­ni­gen Län­dern sogar dazu ü­ber­ge­hen, die No­ten­presse an­zu­wer­fen, um einen Teil des Staats­de­fi­zits zu fi­nan­zie­ren. Das wäre zwar ein Ta­bu­bruch – Na­tio­nal­ban­ken sind ei­gent­lich nur dazu da, das Ban­ken­sys­tem mit Geld zu ver­sor­gen -, aber was bleibt den ü­ber­schul­de­ten Staa­ten an­de­res ü­b­rig?

Es gibt nur deshalb keinen grösseren Aufruhr der Kleinsparer, weil es 80 Prozent der Bevölkerung nicht betrifft. Die Hälfte der Schweizer*innen hat keine Ersparnisse, ein weiteres Drittel hat genügend Geld, um den tiefen Zinsen auszuweichen, indem es Immobilien oder Aktienfonds kauft. Nur etwa 20 Prozent sind Kleinsparer und können sich mit ihrem Vermögen weder Immobilien noch andere Anlagen leisten.“ (T. Straumann in Migros-Magazin Nr. 47, 18.11.2019)


Kommentare von Lesern zum Artikel

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71%
(7 Stimmen)
Urs Scheiwiller sagte January 2020

Betroffen ist jeder, der in eine Pensionskasse einzahlt. Vergleicht eure Rentenversprechungen von damals mit euren aktuellen. Es ist einge eigentliche Umverteilung im Gang.


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43%
(7 Stimmen)
Walter Wobmann sagte January 2020

Die Notenpresse anwerfen, um ein Staatsdefizit zu finanzieren, ist zwar nicht der richtige Weg, aber eine "verständliche Handlung angesichts der Tatsache, dss Staatliche Investitionen direkt von der Zentralbank (und nicht von den Geschäftsbanken her!) alimentiert werden müssten (siehe Vollgeldinitiative).

Wenn dem so wäre, hätten die Geschäftsbanken keine Erpresser- Macht mehr über den Staat und könnten sich auch nicht mehr über den Staat (oder Zentralbank) "retten" lassen.
Wobei das Wort "Retten" von den Geschäftsbanken in diesem Falle als Tarnwort für Erpressen des Staates verwendet wurde, um die Bevölkerung nicht zu verärgern und die geheimen Mechanismen dieses Schuldgeldsystems nicht zu verraten.

Hätten wir ein Vollgeldsystem, wäre der Staat nicht dermassen verschuldet bei den Geschäftsbanken.-
Un​d die Geschäftsbanken wären normale Dienstleistungsbetrie​be (Zahlungsverkehr und Spar- und Kreditinstitute, evtl. Vermögensverwaltung),​ aber sicher nicht ein derartig gesellschaftsverwerfe​nder Machtfaktor, so wie es heute der Fall ist.--
Und anstelle der Geschäftsbanken würde die Zentralbank als alleiniger Geldschöpfer agieren, in Verantwortung gegenüber dem Gesamtwohl.

Das geschöpfte Geld wäre gedeckt durch Edelmetalle oder die real-wirtschaftliche Investition, welche dann eine solche Geldschöpfung auslösen würde.

Und es ist falsch zu glauben, dass die Nationalbanken (NB) nur dazu da sind, das Bankensystem mit Geld zu versorgen! Die NB haben auch ein Interesse des Gesamtwohls des Staates wahrzunehmen, und NICHT NUR das der Geschäftsbanken (GB) !!!--
Die NB ist also nicht nur eine unterwürfige Zudienerfirma der GB!-- Und die Bevölkerung soll "aussen vor" bleiben?.-- Genau DAS ist ja das, was sich die GB als NB-Modell vorstellen, jedoch falsch und gegen das Gesamtwohl gerichtet ist.

Wenn aber die NB im Interesse des Gesamtwohls der Bürgerinnen und Bürger agieren würde, hätten wir nicht diese Verwerfungen, welche auf Kosten der Kleinsparer durchgeführt werden, sondern wir hätten plötzlich wieder genügend Geld in der realen Wirtschaft; und es würden nicht mehr die Spekulations-Blasen-B​edürfnisse abgedeckt, mit denen die Grossbanken auf dem Spekulations- Markt herumjonglieren.

E​in vernünftiges Bankensystem würde auch ein Trennbankensytem beinhalten, wo die Spekulation/ Investmentbanking von der Realwirtschaft/ Investitionen in Güter und Dienstleistungen abgekoppelt wäre.

Dies würde bewirken, dass bei einem Platzen von einer Spekulationsblase nicht auch noch die Realwirtschaft mit Produktion, Arbeitsplätzen und Konsumenten hinabgezerrt würde.
Somit ist das Trennbankensystem auch eine gewisse Versicherung der Realwirtschaft vor den "Launen" der Spekulanten.
Die USA kannten bis Ende der 90-er Jahre so ein System der Bankentrennung (Glass-steagal-Act).

https://de.wikipedia​.org/wiki/Glass-Steag​all_Act

Und in Deutschland wurde im Jahre 2014 ein solches Trennbanken-Gesetz in Kraft gesetzt.
Siehe:
https://de.wikipedi​a.org/wiki/Trennbanke​ngesetz



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25%
(12 Stimmen)
Georg Bender sagte January 2020

Würde die Geldschöpfung korrekt umgesetzt, gäbe es weder eine Verzinsung, Delkredererisiko, noch Forderungen (Investition, Konsum = Nachfrage) und Verpflichtungen (Leistung). Auch dem Staat würde das Budget inkl. Soziales abgedeckt. Die Geldschöpfung hat die einzige Aufgabe die Abdeckung der Bedürfnisse mittels gegenseitiger Leistung, ob mit oder ohne Erwerbsarbeit, zu erleichtern. Das Geldumlagesystem wurde dem Bankensystem einverleibt, es ist ein geschlossener Kreislauf. Es braucht keine Liquiditätsschöpfu8ng​ der Zentralbanken! Das Geld aus dem Nichts wird zirkuliert, fertig! Der Virus Zahler könnte nicht indoktriniert werden.
Die Betrugsspiele, werden tagtäglich kommentiert.
Die Negativzinsen erfüllt den Straftatbestand, Diebstahl oder Enteignung (Verfassung!), denn es erfolgt keine Gegenleistung, welche zwingend erforderlich ist.
Negativzinsen sind höchstens für faul gewordene Geldschöpfung zu verwenden (Geldvernichtung). Dafür ist einzig ein zu hohe Geldhortung zu verwenden.

Die Sozialwerke, müssten auch keine zu hohe Reserve bilden. Die Geldschöpfung aus dem Nichts, braucht keine Reserven, Idiotie pur! Wir könnten schon direkt ab Geburt in Rente gehen, vorausgesetzt die Bedürfnisse werden abgedeckt. Die Geldschöpfung fragt nicht nach Erwerbsarbeit. Wir tauschen unsere gegenseitige Leistung, mit Geld als Tauschgegenwert.

Wann wird die antrainierte Dummheit endlich beseitigt und die Ursachen der Verwerfungen erkannt. Es sind die Ökonomen, gehört eigentlich in die Sozialwissenschaft integriert, und die Regierenden, welchen die Betrügereien, gesetzlich gedeckt, umsetzen dürfen!



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85%
(13 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte January 2020

Die Aus- und Nebenwirkungen der Negativzinsen kann man u.A. mit diesem Artikel aus dem 2015 mal anschauen und prüfen. Trotz diesen machte die AHV auch im 2019 Gewinn. https://www.faktuell.​ch/ahv-mit-gewinn/ (Ende Oktober 2019: AHV, IV und EO weiter mit Gewinn). Die Zahlen kann man online prüfen. Bleibt zu hoffen, dass es keinen weiteren AHV-Skandal Heutschi gibt und das Parlament gemäss Auftrag in der Bundesverfassung Art. 112 (Die Renten haben den Existenzbedarf angemessen zu decken). Da wir das 3-Säulen-Prinzip haben ist ein fairer Lohn zwecks Auffüllung dieser Säulen unerlässlich. Somit betrifft dies alles jeden Bürger als Bezüger, Zahlenden, Steuerzahler. Ebenso betrifft dies die Wirtschaft/die Unternehmen, da diese ja wachsen soll und auf Konsum der Produkte/Dienstleistu​ngen angewiesen ist. Ich habe allerdings das Gefühl, dass der gelebte, globale Kapitalismus auch im Bankenbereich überhitzt ist und die Aus-/Nebenwirkungen wir sehen. Somit stelle ich mir die Frage wie lange wir noch die Spirale drehen lassen, welchen Preis wir dafür bereit sind zu bezahlen -> Aus-/Nebenwirkungen auf viele Bereiche inbegriffen. Wird es einen «pompösen Untergang» des gelebten Systems geben oder wird sanft und nachhaltend korrigiert?


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50%
(12 Stimmen)
beb rofa sagte January 2020

Eine ketzerische Antwort:
Es ist eigentlich ur-christlich, soviel ich weiss auch im Koran vorgeschrieben, dass man für geliehenes Geld keinen Zins nehmen soll. Wenn unsere Altersvorsorge dadurch ins Wanken gerät, ist das eine Zeichen, dass sie (politisch gewollt) falsch konzipiert ist.


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33%
(12 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2020

Besonders die AHV und unsere Pensionskassen werden durch die Negativzinsen gefährdet:

https:/​/w​ww.vimentis.ch/d/d​ial​og/readarticle/sc​hlus​s-mit-der-negati​vzins​-politik-/



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