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Wirtschaft > Wirtschaftsrecht,

Interpretation von „aggressiver“ Werbung

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Anfangs 2016 wur­den die neuen Richt­li­nien zu „­ag­gres­si­ver­“ Klein­kre­dit­wer­bun​g ein­ge­führt. Dies ist auf­grund einer Mo­tion aus dem Na­tio­nal­rat ge­sche­hen. Was als ag­gres­sive Wer­bung gilt, wurde durch die Bran­che in der Wer­be­kon­ven­tion für das Pri­vat­kre­dit- und Kon­su­men­ten­lea­si​ng­ge­schäft selbst fest­ge­legt.
Es fällt je­doch auf, dass im TV oft zur Auf­nahme eines Kre­dits ge­wor­ben wird. Die Kre­dit­fir­men rei­zen mit Ar­ti­keln wie Bett, Sofa oder TV, die man durch eine Kre­dit­auf­nahme fi­nan­zie­ren kann. Auch wer­den Wer­be­pro­spekte von be­kann­ten Wa­ren­häu­sern in die Haus­halte ver­teilt, in denen der Preis von Lap­tops, Smart­pho­nes oder sons­ti­ger Un­ter­hal­tungs­elek​­tro­nik in mo­nat­li­chen Kre­ditra­ten an­ge­ge­ben wird. Von mei­nen El­tern und Gros­s­el­tern höre ich immer den glei­chen Satz: „Früher konnte man sich nur leis­ten, was man auch in der Ta­sche hat­te.“ Es ist klar, dass sich die Zei­ten geän­dert ha­ben. Trotz­dem bin ich tag­täg­lich in mei­nem Beruf genau mit die­ser The­ma­tik kon­fron­tiert. Ob­wohl diese Kon­ven­tion der ag­gres­si­ven Wer­bung be­steht, ist ein gros­ser An­reiz für Neu­kun­den vor­han­den.  Ganz nach dem Mot­to: So­fern ich mir etwas nicht leis­ten kann und es trotz­dem möch­te, nehme ich ein­fach einen Kre­dit auf. Für mein Ver­ständ­nis ein durch­aus falsches Bild. Sol­che Wer­bun­gen wer­den durch die Ver­ein­ba­rung lei­der nicht ver­bo­ten. Daher er­staunt es auch nicht, dass aus dem Jah­res­be­richt 2018 der Zen­tral­stelle für Kre­dit­in­for­ma­tio​n (ZEK) eine Zu­nahme der Neu­ab­schlüsse resultiert.


Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

Der Blog, und dazu gehört auch die Kommentarspalte, sind ein wichtiger Teil der Diskussionsplattform von Vimentis. Gleichzeitig sind Werte wie Respekt, Anstand und Akzeptanz für den Verein von grösster Wichtigkeit. Vimentis versucht diese Werte selbst einzuhalten, sowie auch auf der Website zu garantieren.

In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.


25%
(4 Stimmen)
Jan Eberhart sagte September 2019

Schön und gut.

Gleichzeitigt​ möchte die Presse (TV, Radio, Zeitung,....) Werbeeinnahmen. Sollen in Zukunft nur Hersteller von Bio-Produkten Werbung schalten sollen?

Anderersei​ts möchten die Geschäfte, dass die Bevölkerung konsumiert und das Geld nicht einfach spart. Am beste noch lokal oder zumindest national produziert.

Gleichezeitigt wird erwartet, dass man nicht nur auf den Banksaldo schaut und auch dann kauft, wenn man einen Kredit benötigt.

Man möchte keine Spielsüchtigen, aber Casinos, die Geld von den entsprechenden Liebhabern abschöpfen.

Man ist gegen Tabakkonsum, subventioniert aber einheimischen Tabak-Konsum.




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57%
(7 Stimmen)
Alex Schneider sagte September 2019

Schön und gut, aber dieses politische Nebenthema lenkt ab von entscheidenden Wahlkriterien in diesem Wahlkampf: EU und MIGRATION! Was sagen Sie zu diesen JAHRHUNDERTTHEMEN? Das Gleiche wie die völlig unzuverlässige CVP?


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67%
(6 Stimmen)
Ernst Jacob sagte September 2019

Und im Werbe TV offeriert man den Kunden, einfach auf die Rechnung zu schreiben, in wievielen Raten man diese begleichen möchte, und schon bekommt man die tausendfränkige Uhr, die man unbedingt haben möchte. Von Abzahlung aber ist so dabei keine Rede, eher noch von einem netten Agreement.

Es wird plagiert, masslos übertrieben, und sogar ganz klar gelogen, und keine Instanz in diesem Land kümmert sich mehr darum, das sind doch die Fakten.

Oder dann verstehe ich einfach etwas falsch, nächtens am Schweizer Breitbandnetz ...


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