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Das Krankensystem meiden und gesund bleiben

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„Rette sich, wer kann. Das Kran­ken­sys­tem mei­den und ge­sund blei­ben“ – so der Titel eines 2018 ver­öf­fent­lich­ten Bu­ches, des­sen Ana­ly­sen und Pro­gno­sen ak­tu­ell ge­blie­ben sind. Der Autor Sven Bött­cher er­klärt darin das Ge­sund­heits­sys­tem​​​​​​​​​​​ als glo­ba­len Wirt­schafts­fak­tor und men­schen­feind­li­ch​​​​​​​​​​​e Ma­schi­ne. Hier ei­nige Auszüge.

 

Von Sven Böttcher 

Ohne florierendes Krankheitssystem würde die deutsche Wirtschaft wohl umgehend zusammenbrechen, denn die Gesundheit unseres alles entscheidenden Wachstums-Indikators,​​​​ des Bruttoinlandsprodukts​​​​​​​​​​​ (BIP), hängt maßgeblich davon ab, dass es immer weniger Gesunde gibt und immer mehr Kranke.

Wer das merkwürdig findet, vergegenwärtige sich, dass das irreführend so genannte „Gesundheitswesen“ seit 1950 von einem 2-Millionen-Geschäft​​​​​​​​​​​ zu einer 350-Milliarden-Maschi​​​​​​​​​​​ne eskaliert ist, deren Umsätze inzwischen 12 Prozent des BIP ausmachen und die mit etwa 5,5 Millionen Beschäftigten fast jeden sechsten Arbeitsplatz in Deutschland stellt. Nicht einberechnet sind hierbei Zulieferer, Handwerker, Beschäftigte der „Wellnessbranche“ sowie Heilpraktiker, Homöopathen und alle nicht behördlich als Gesund-heitsdienstlei​​​​s​​​​​​​tende anerkannten Behandler. Zählte man all diese und ihre Leistungen hinzu, betrüge der BIP-Anteil des Krankheitswesens wohl zwischen 15 und 20 Prozent.

Weshalb das BIP zerstörerisch wirkt, als Teufelszahl im Schafspelz, habe ich an anderer Stelle ausführlich dargelegt. Hier wollen wir uns nur erinnern, dass wir die Zahl nicht loswerden, allem Bemühen von Nobelpreisträgern zum Trotz: eine Zahl, die Wirtschaftstätigkeit​​​​​​​​​​​ emotionslos misst und folgerichtig ganz ungerührt bleibt, wenn Sie morgens unfallfrei zur Arbeit fahren (BIP-Zuwachs = 7,50 Euro), hingegen gewaltiges, positives, wünschenswertes Wachstum mittels Freudensprung nach oben signalisiert, wenn Sie einen schweren Unfall mit zwanzig Totalschäden und vielen Schwerverletzten verursachen (BIP-Zuwachs = 1.250.007,50 Euro).

 

„Wachstumsbr​​​​​​​​​​an​che auf Erfolgskurs“

Die explodierenden Kosten des Krankheitssystems bereiten daher auch dem zuständigen Gesundheitsministeriu​​​​​​​​​​​m nicht etwa Sorgen, sondern lösen regelrechte Begeisterungsstürme aus. Die alljährlichen Berichte preisen in den höchsten Tönen den „Beschäftigungsmotor​​​​​​​​​​​“, die „Wachstumsbranche auf Erfolgskurs“, (8) deren „durchschnittliche Bruttowert-Schöpfung​​​“​​​​​​​​ mit „3,5 Prozent deutlich schneller wächst als die Gesamtwirtschaft“, und man spart auch nicht mit Exportweltmeister-Lob​​​​​​​​​​​ für den erklecklichen Außen-handelsübersch​​u​​​​​​​​​ss der Branche (21 Milliarden Euro im Jahr 2014).

Verständliche​​​​​​​​​​​rweise findet sich in öffentlichen Verlautbarungen nicht der leiseste Hinweis darauf, dass all dieses Wachstum vor allem bedeutet, dass die Leute nicht direkt gesünder werden, aber das wäre ja auch gar nicht gut. Im Gegenteil: Zunehmende Gesundheit wäre alarmierend für das Gesundheitsministeriu​​​​​​​​​​​m, bedeutete sie doch ab-nehmendes Wachstum oder gar eine Schrumpfung des so überaus erfolgreichen Sektors. Anlass zur Sorge besteht aber diesbezüglich offenkundig nicht.

Über die (vordergründig) dramatischen Fehlentwicklungen in unserem Krankheitssystem haben nun in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von Whistleblowern und Aufklärern, meist Experten mit medizinischem Hintergrund, kluge und schockierende Bücher vorgelegt. Eine kommentierte Literaturliste finden Sie im Anhang [des Buches], sofern Sie Interesse an Mafia- und Horrorgeschichten haben, werden Sie dort garantiert fündig. Allerdings hält sich das Publikumsinteresse an diesen Büchern in Grenzen, denn selbst wenn einige Titel kurzzeitig auf der Bestsellerliste stehen, bedeutet das nicht, dass plötzlich Unmengen Leute ihre Nase in ihre eigenen Angelegenheiten stecken. Ein temporärer Platz 15 in der Spiegel-Liste bedeutet nur, dass von 82.000.000 Deutschen den für sie so lebenswichtigen Stoff nicht gelesen haben: circa 81.980.000.

Aber auch wer keines dieser dicken Bücher liest, bekommt ja immer wieder mal am Rande etwas mit von den frischen Skandalen der Pharmaindustrie oder erfährt,

 

dass unsere Krankenhäuser sich in privat betriebene Shareholder-Profitmas​​​​​​​​​​​chinen verwandelt haben.

 

Gerade dieses Wissen aber – so viele Skandale sind längst von klugen Menschen aufgedeckt und veröffentlicht, niemand muss noch Wikileaks bemühen, um alle Fakten, frei von „Verschwörungstheori​​​​​​​​​​​en“, zu erfahren – führt uns kognitiv aufs Glatteis. Denn wir sind ja nicht im Wilden Westen, sondern in der Zivilisation – und wenn all diese „Ermittler“ Skandale offenlegen, gehen wir doch unausgesprochen, selbstverständlich davon aus, dass sich um diese Schweinereien schon jemand kümmern wird.

Wenn Peter Goetzsche belegt, dass in den USA jedes Jahr zwischen 210.000 und 250.000 Menschen an ärztlichen Behandlungen und an vorwiegend verschreibungsgemäß eingenommenen Medikamenten sterben (iatrogene Todesfälle), und wir davon ausgehen können, dass die gleiche Zahl an europäischen Opfern hinzukommt (sowie ein paar weitere Millionen nicht Tote, aber iatrogen Verstümmelte und chronisch Erkrankende), ist das ein Riesenskandal, ein unfassbares Drama.

 

Eine knappe halbe Million Todesopfer im zivilisierten Norden? Pro Jahr?

 

Verursacht nicht etwa durch „Kunstfehler“ oder falsch eingenommene Mittel, sondern durch vorschriftsgemäßes Handeln von Arzt und Apotheker? Undenkbar, das kann nicht sein.

 

Wäre das so, liefen doch jeden Abend zur besten Sendezeit Brennpunkte in allen Programmen, bis diese Epidemie historischen Ausmaßes besiegt und verschwunden ist. Diesen Massenmord müsste, würde doch sofort jemand abstellen. Nämlich unsere Behörden, unsere Regierung. Irgendwer, den wir doch genau dafür eingesetzt haben und bezahlen, dass er uns vor Betrug und Missbrauch schützt – erst recht aber vor Verstümmelung und Ermordung, also: unsere körperliche Unversehrtheit. Denken wir.

 

Und so denken wir auch, wenn wir ein halbes Jahr nach der jüngsten uns zu Ohren gekommenen Skandalmeldung zum Arzt gehen, darum werde sich ja wohl in der Zwischenzeit jemand gekümmert haben. Hat aber keiner. Und das liegt nicht daran, dass das System versagt hätte. Es liegt daran, dass das System funktioniert.

 

Viele medizinische Irrtümer seien nicht zu vermeiden, schreiben Makary und Daniel und geben dafür ein Beispiel:

 

Eine Frau war nach einer erfolgreichen Organtransplantation wegen unklarer Beschwerden in der Klink aufgenommen worden. Wohl auch in Sorge um das Transplantatüberleben​​​​​​​​​​​ waren zahlreiche Tests durchgeführt worden, von denen einige sich im Nachhinein als unnötig herausgestellten. Darunter war auch eine Perikardiozentese, also die Punktion des Herzbeutels. Sie hatte eine intraabdominale Blutung zur Folge, die erst einige Tage später erkannt wurde. Zu spät. Die Frau starb am Herz-Kreislauf-Versag​​​​​​​​​​​en, das dann auch als Todesursache angegeben wurde. 

Dieser Fall ist für Makary und Daniel auch deshalb exemplarisch, weil auf der Todesbescheinigung die eigentliche Ursache nicht erwähnt wurde. Aus Fehlern, so die Autoren, könne aber nur gelernt werden, wenn sie auch benannt würden. Makary und Daniel schlagen deshalb vor, auf den Totenscheinen ein Extrafeld anzulegen, auf dem angekreuzt werden könne, ob eine vermeidbare Behandlungskomplikati​​​​​​​​​​​on am Tod des Patienten beteiligt war.

 

Eine andere Strategie könnte darin bestehen, dass Kliniken bei Todesfällen grundsätzlich Untersuchungen veranlassen, um eine Beteiligung von medizinischen Irrtümern zu klären.

 

Das Ziel wäre eine Steigerung der Behandlungsqualität. Makary und Daniel ist allerdings klar, dass eine solche Strategie nur funktionieren könnte, wenn die Anonymität von Ärzten und Personal gewahrt bliebe und einen Schutz vor rechtlichen Konsequenzen beinhalten würde.

Aus aerzteblatt.de

 

Ben Goldacre konstatiert zutreffend, stellvertretend für so viele Kritiker:

„Medicine is broken“  – die Medizin ist kaputt.

 

 

 

Schluss​​​​​​​​​folgerungen

 ​

 ​

1​.​ ​ Ja diese Fakten sind schon harter Tobak, sicher, aber man darf auch nicht immer gleich alles in einen Topf werfen. Es gibt auch liebenswerte Aerzte die sehr ernsthaft, ja liebevoll zuerst nach der Ursache einer Krankheit fragen, bevor sie mit der Chemie-Keule, oder gar gleich mit dem Skarpell operieren.

 

2.  Die ursprüngliche Medizinalversorgung in China war wie folgt organisiert. Jeder Arzt bekam einen Ortsteil einer Stadt zugewiesen, wofür er dann gesundheitlich die Verantwortung für diese Menschen inne hatte. Je erfolgreicher er in seiner Tätigkeit als Arzt war, umso weniger Kranke  er in seinem Revier Ende Jahr hatte, umso mehr Gehalt bekam er. Bei uns im Westen ist es da nicht gerade umgekehrt?

 

3. Dann seien wir doch ehrlich, sind wir Menschen denn nicht in 1. Linie im Normalfall primär selber für unsere Gesundheit verantwortlich, z.B. durch viel Bewegung an frischer Luft. Dann ausschliesslich gesunde, nicht übermässige Nahrungsaufnahme, keinen übermässigen Alkohol-, Drogen- und Tabakgenuss? In den USA - Europa folgt schnell nach - sind heute ca. 60 % der Menschen bereits stark übergewichtig. Dagegen hatte schon der altgriechische Philosaph Sokrates ein "Wundermittel". Er formulierte es so: "Bewegung an frischer Luft ist der beste Arzt." Er lehrte (gratis) vor allem die Menschen wie sie ihr Leben sinnvoll gestalten können, genau wie Jesus (Heiland) ja auch. Imanuel KANT formulierte es so: "Mensch höre auf den Ruf (Talente) deiner Seele,

 

und mache diesen Ruf zu deinem Beruf,

dann bist du zufriedener,

glücklicher

und gesünder.

 

Das heisst wenn wir Menschen unsere Lebensaufgabe wahrnehmen, unsere mitbekommenen Talente auch wirklich eigenständig leben, werden wir gar nie krank, weil die Krankheit zwingt uns erst dann durch Leid und viel Schmerz zurück auf den uns vorbestimmten eigenen Lebenspfad. Jeder Mensch ist wertvoll, jeder hat Talente für irgendetwas, wovon er seinem Leben dann einen Sinn geben kann. Es gibt auch keine niedere Arbeit, jede Arbeit hat ihren Sinn und Wert.

 

4. Antibiotikaproduktion​​​​​​​​​ in Indien – ein Umweltskandal mit verheerenden Folgen

 

Tödliche Supererreger aus Pharmafabriken. Schon heute werden 80 bis 90 Prozent aller Antibiotika in China und Indien hergestellt. 

Rund um Fabriken in Indien, wo fast alle großen Pharmakonzerne (sehr billig) produzieren lassen, sind große Mengen an Antibiotika in der Umwelt. So entstehen gefährliche, resistente Erreger, die sich jetzt mit dem Flugzeug global schnell ausbreiten. 

 

https:​​​​​​​//​​pharma-net-​b​l​o​g​.​d​e/a​n​tib​io​ti​ka​pr​od​uk​tio​n​-​i​n​-in​die​n-e​i​n-​u​mwel​​tsk​​and​a​l-m​i​t-v​e​rheer​​en​de​​n-​fo​lge​n/​

 

5​.  Krankheiten,

bei denen Antibiotika überflüssig sind

https://www.life​​​​​​​​​line.de/medik​a​m​e​n​t​e​/​a​ntibi​ot​ik​a/​ga​le​ri​e-​​an​​tib​iot​ika​-ue​b​er​f​lu​e​ss​i​g-id​1​692​5​1.h​t​ml#​

6.  In Afrika habe ich z.B. erlebt, dass ich bei der Erkrankung meines damals 4,5-jährigen Sohnes vom dortigen afrikanischen Arzt bei drei Kollegen umhergereicht wurde, jeder mir dann 200 US-$ abnahm, ohne dass einer mir auch nur annähernd hätte sagen können, was ihm denn fehlt. Im Spital sollte er dann Antibiotika erhalten, was ich als Vater jedoch ablehnte. Mein Telefonanruf nach Genf hat dann ergeben, dass mir dieser Arzt sagte: "Schildern Sie mir die Symptome ihres Kindes". Man sehe bei ihm schon die Rippen, Nachts werde er steiff, habe nur leichtes Fieber". Danach sagte er, fragen sie das Kind, was es trinken möchte, und geben sie auf einen Liter 12 Kaffelöffel Salz, ihm dann davon zu trinken, soviel es will. Ohne das Kind zu sehen wusste er sofort was ihm fehlte, nämlich "Salz des Lebens" mit viel Flüssigkeit. Im Flugzeug zurück i.d. Heimat war er schon wieder quicklebendig auf seinen Beinchen, sprang im Flugzeug-Gang hin und her vor Lebensfreude. 

 

 

 

Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.

 

Gesund​​h​​​​​​​​​eit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.

 

 


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